Lösungen
Zählerstände ablesen, ohne über den Platz zu laufen
Auf einem Platz mit sechzig Stellplätzen kostet die Ablesung einen halben Vormittag. Zweimal im Jahr, bei Wechsel jedes Mal. Dazwischen weiß niemand, welche Säule gerade wie viel zieht, und am Ende der Saison passt die Summe der Einzelzähler nicht zur Rechnung des Versorgers.
Genau darum geht es hier. Die Zähler bleiben, wo sie sind. Dazu kommt ein Modul im Verteiler, das die Zählerimpulse mitzählt und die Werte über Mobilfunk überträgt. Ab dann sehen Sie die Verbräuche im Browser, jederzeit und ohne dass jemand rausgehen muss.
„Wie funktioniert das eigentlich?"
In den Verteiler kommt ein Modul auf die Hutschiene. Es wird an den S0-Ausgang der vorhandenen Zähler angeschlossen und zählt die Impulse mit. Ein Impuls entspricht einer festgelegten Verbrauchsmenge, in der Voreinstellung tausend Impulse je Kilowattstunde.
Dieses Modul funkt selbst, über Mobilfunk. Es braucht kein Netzwerkkabel, kein WLAN, keinen Repeater und keinen Bus über den Platz. Das ist der Punkt, an dem sich diese Lösung von den meisten anderen unterscheidet, und der Grund, warum sie sich auch in gewachsene Anlagen einbauen lässt, ohne Gräben zu ziehen.
Die Werte laufen in unsere Plattform. Dort sehen Sie jeden Zähler einzeln, den Verlauf über die Zeit, und Sie können die Kanäle schalten, also Steckdosen freigeben oder abschalten.
„Bei uns hat man kaum Handyempfang, kann das überhaupt gehen?"
Die Sorge dahinter ist verständlich, sie beruht aber auf einer Verwechslung.
Ein Telefon überträgt Sprache und große Datenmengen in Echtzeit. Dafür braucht es viel Bandbreite und ein entsprechend starkes Signal. Unsere Module übertragen ein paar Zählerstände am Tag, also winzige Datenmengen, und dafür sind eigene Mobilfunkarten gedacht: LTE-M und NB-IoT.
Diese Verfahren arbeiten auf niedrigeren Frequenzen und mit deutlich mehr Reserve im Signalbudget. Sie funktionieren dort, wo ein Telefon längst aufgibt, also im Keller, im Metallschrank oder am Waldrand. Umgekehrt taugen sie nicht zum Telefonieren. Es sind zwei verschiedene Werkzeuge für zwei verschiedene Aufgaben.
Serienmäßig sitzt eine Antenne im Gerät. Reicht die an einem schwierigen Standort nicht, gibt es einen Nachrüstsatz mit Außenantenne und drei Meter Anschlusskabel. Wenn ein Platz auch damit nicht erreichbar ist, sagen wir das, statt Ihnen etwas zu verkaufen, das dort nicht arbeitet.
Was Sie im Dashboard sehen
Jeder Zähler einzeln, mit aktuellem Stand und Verlauf. Eine Gesamtübersicht über den Platz. Eine Karten- oder Planansicht, in der die Säulen dort liegen, wo sie auch in Wirklichkeit stehen.
Dazu die Auswertungen, die aus den Verbrauchsdaten entstehen: Wie verteilt sich der Bezug über den Tag, welche Bereiche tragen wie viel bei, wo laufen Grundlasten, die niemand bestellt hat.
Kanäle lassen sich schalten. Sie können eine Säule freigeben, wieder sperren oder eine Leistungsgrenze setzen. Wird die überschritten, schaltet der Kanal ab, und die Freigabe erfolgt wieder über das Portal. Leitungsschutz und Fehlerstromschutz bleiben Sache der Elektroinstallation.
Wenn der Verbrauch nicht zum Stellplatz passt
Auf vielen Plätzen ist es untersagt, das Elektroauto an der Stellplatzsäule zu laden oder mit Strom zu heizen. Durchsetzen lässt sich das schwer, wenn man nur zweimal im Jahr abliest.
Mit den laufenden Verbrauchsdaten sieht man solche Muster. Ein Fahrzeug, das über Stunden konstant hohe Leistung zieht, sieht anders aus als ein Kühlschrank und eine Kaffeemaschine. Ein Heizlüfter, der die ganze Nacht durchläuft, ebenfalls.
Das ist ein Hinweis, kein Beweis. Aber es reicht, um gezielt hinzuschauen und das Gespräch zu suchen, statt zu raten.
Mit oder ohne Buchungssystem
Sie haben ein Platzverwaltungssystem. Dann läuft die Anbindung über unsere Schnittstelle. Sie ist offen, dokumentiert und läuft über HTTPS. Mehrere Anbieter haben sie bereits eingebunden, unter anderem Campalot, C1 Manager, Direst und Booking Experts. Dort tauchen die Verbräuche dann automatisch auf, und die Steckdose wird beim Check-in freigeschaltet, ohne dass jemand etwas eintippt.
Für Booking Experts gibt es zusätzlich eine App von uns. Sie schaltet den Platz pro Reservierung und schreibt die Zählerstände in die Buchung. Wie das eingerichtet wird, steht in der Anleitung für Booking Experts.
Sie haben keins. Auch gut, Sie brauchen keins. Alle Daten, Auswertungen und Schaltfunktionen erreichen Sie direkt über Ihren Zugang zu unserem Dashboard. Ein zusätzliches System ist möglich, aber keine Voraussetzung.
Sie haben etwas Eigenes. Über die Schnittstelle lässt sich die Plattform mit praktisch jeder Software koppeln. Für Integrationspartner gibt es Testzugänge und Testgeräte, damit die Anbindung entwickelt werden kann, bevor Hardware auf dem Platz steht.
Für Städte und Kommunen
Für kommunale Betreiber geht es oft um etwas anderes als um Abrechnung: um Energiedaten. Verbrauchsauswertungen über mehrere Standorte, in exportierbarer Form, weil viele Kommunen ihren Energieverbrauch erfassen und darüber berichten müssen.
Das ist mit denselben Geräten möglich. Ein Stellplatz, ein Bauhof und eine Sporthalle unterscheiden sich für das System nicht. Die Daten landen in derselben Übersicht und lassen sich für die Berichterstattung ausgeben.
Bezahlen direkt am Platz
Dafür gibt es das Kioskterminal, eine Edelstahlsäule, an der Gäste ihren Stellplatz und den Strom selbst buchen und kontaktlos bezahlen. Der Strom wird dabei kilowattstundengenau freigeschaltet, der Beleg kommt digital. Was das Gerät kann, was dazugehört und was bauseits zu stellen ist, steht auf der Seite zum Bezahlterminal.

Bezogen wird das Terminal wie die übrige Platztechnik über edelboxx, zusammen mit der Platzinfrastruktur. Wenn Sie für die kommende Saison planen, sprechen Sie uns oder den Partner an, dann lässt sich früh klären, was für Ihren Platz sinnvoll ist.

Was auf den Platz kommt
Im Verteiler: das HIOTconnect Gateway auf der Hutschiene, mit vier Eingängen und vier Ausgängen. Reicht das nicht, kommen bis zu drei Erweiterungsmodule dazu, dann sind es bis zu 28 Kanäle. HIOTconnect Gateway und HIOTconnect PowerIO stehen mit allen Daten auf ihren eigenen Seiten.
An den Zählern: der vorhandene S0-Ausgang. Die Zähler bleiben, wo sie sind. Neue Zähler braucht es nur dort, wo bisher gar keiner sitzt.
In der Leitung: nichts. Keine Netzwerkverkabelung, kein WLAN, keine Repeater, kein Bus über den Platz.
Auf Ihrer Seite: ein Browser. Die Plattform betreiben wir.
Wer was macht
edelboxx vertreibt die Technik für Campingplätze, Stellplätze und Marinas und bietet sie zusammen mit der Platzinfrastruktur an. Wenn Sie Geräte für Ihren Platz brauchen, ist das die richtige Adresse.
GeDaD entwickelt und baut die Technik, betreibt die Plattform und die Mobilfunkverbindung, meldet die Geräte an, spielt Firmware-Updates ein und berät bei allem, was technisch unklar ist. Auffälligkeiten sehen wir im System oft, bevor Sie sie bemerken.
Ihr Elektrofachbetrieb baut die Module in den Verteiler ein, schließt sie an und nimmt sie in Betrieb. Das ist zwingend.
Sie als Betreiber stellen den Verteiler, die Absicherung und die Versorgung, und Sie entscheiden, was geschaltet und wie abgerechnet wird.
Aus der Ferne können wir viel, aber niemand von uns steht mit dem Schraubendreher an Ihrer Säule.
Häufige Fragen
Muss ich meine Zähler austauschen?
Nein, sofern sie einen S0-Ausgang haben. Genau darauf setzt die Erfassung auf.
Brauche ich WLAN oder ein Netzwerk auf dem Platz?
Nein. Die Module funken selbst über Mobilfunk. Das ist der Hauptgrund, warum sich auch ältere Anlagen nachrüsten lassen.
Was passiert, wenn die Verbindung ausfällt?
Die Zählerstände werden im Gerät geführt und gehen nicht verloren.
Kann ich Steckdosen aus der Ferne freigeben und sperren?
Ja, einzeln je Kanal, über das Portal oder automatisch über die Schnittstelle Ihres Buchungssystems.
Läuft das auch ohne Verwaltungssoftware?
Ja. Dashboard und Auswertungen erreichen Sie direkt über Ihren Zugang.
Wie viele Stellplätze gehen mit einem Gerät?
Ein Gateway deckt vier Kanäle ab, mit Erweiterungsmodulen sind es bis zu 28. Größere Plätze bekommen mehrere Geräte.
Was kostet der Betrieb?
Für Geräte, Verbindung und Plattform gibt es ein laufendes Entgelt. Was für Ihren Platz zusammenkommt, sagen wir Ihnen im Angebot, sobald die Größe feststeht.
Wo bekomme ich die Geräte?
Für Campingplätze, Stellplätze und Marinas läuft der Vertrieb über unseren Partner edelboxx, der die Technik zusammen mit der Platzinfrastruktur anbietet. Anfragen für den Platz gehen an info@edelboxx.de oder über edelboxx.de. Bei technischen Fragen, bei der Anbindung an Ihre Software und bei anderen Einsatzzwecken sprechen Sie direkt mit uns.
Zwei Wege, je nachdem, worum es geht
Sie wollen Technik für Ihren Platz. Dann führt der Weg über edelboxx. Halten Sie bereit, wie viele Stellplätze Sie haben, welche Zähler verbaut sind und ob Sie mit einer Verwaltungssoftware arbeiten. Damit lässt sich schnell einschätzen, was sinnvoll ist.
Sie haben eine technische Frage, wollen Ihre Software anbinden oder denken an einen anderen Einsatzzweck. Dann sprechen Sie direkt mit uns. Wir haben die Technik entwickelt und betreiben die Plattform, und wir beraten auch dann, wenn die Geräte am Ende über unseren Partner laufen.
