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Bordrechner für ein Bootselektronik-System

ElektronikSoftware
Schwarzes Kunststoffgehäuse mit eingeprägtem Segelboot-Symbol, schräg von oben auf einem zerkratzten Messtisch, dahinter unscharf die gelben Absorberkeile der Messkammer
Der Bordrechner im wasserdichten Gehäuse während der EMV-Messung.

Smartboatia brauchte die Hardware für seine Plattform: ein Gerät, das an Bord alles zusammenführt, was an Daten anfällt, und es an Land verfügbar macht.

Entstanden ist ein Bordrechner auf Basis eines industriellen Rechnermoduls, in einem wasserdichten Gehäuse mit durchdachter Antennenpositionierung. Auf der Platine sitzen der NMEA2000-Anschluss über CAN mit galvanischer Trennung, Analogeingänge zur Überwachung der Bordbatterie, Beschleunigungs- und Drehratensensorik, ein Luftdrucksensor, eine gepufferte Echtzeituhr und ein USB-Hub. Die Verbindung nach außen läuft über LTE-M und NB-IoT, verschlüsselt über MQTT.

Dazu kommen zwei getrennte WLAN-Schnittstellen: eine auf einem eigenen Funkmodul, eine im Rechnermodul selbst. Die eine hängt sich an ein vorhandenes Netz, die andere spannt an Bord einen eigenen Zugangspunkt auf. Im Hafen lässt sich das Boot damit an das WLAN am Steg hängen und trotzdem vom Handy aus erreichen.

Das Gehäuse von vorn mit zurückgesetzter Anschlussnische: ein verschraubter Rundsteckverbinder mit angeschlossenem Kabel, daneben ein kleinerer vierpoliger Rundstecker und eine abgedichtete USB-Buchse, darüber vier Symbolanzeigen
Anschlussseite mit Steckverbindern für Bordnetz, Sensorik und USB.

Für den Einsatz an Bord gelten eigene Regeln. Die Entwicklung orientierte sich deshalb an den einschlägigen Normen für Schiffsausrüstung, unter anderem zu Umgebungsbedingungen und Störfestigkeit. Über drei Hardwarestände hinweg wurde getestet und nachgeschärft, danach folgten die EMV-Messungen.

Das Gerät wird von Smartboatia heute als Produkt angeboten und direkt verkauft, mit einem optionalen Abonnement für erweiterte Funktionen.

Zur Einordnung: Der Bordrechner ist eine Auftragsentwicklung und gehört dem Auftraggeber, während der Marine Control Server ein eigenes Produkt von GeDaD ist.